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Unternehmensgründung

Unternehmensgründung

im Handels- und Service-Sektor, Handels- und Vertriebsrecht, Marketing

Durch die „Administration of Foreign Investment in the Commercial Sector Procedures“ vom 16. April 2004 werden (Art. 3) die im Handel und Vertrieb tätigen Unternehmen in China, zu denen gem. Art. 2 auch Einzelunternehmen zählen, einheitlich als „foreign-invested commercial enterprises“ bezeichnet, soweit sie nach dem Gesetz errichtet, registriert und genehmigt wurden.

Die Bestimmungen ergänzen die Möglichkeiten ausländischer Investitionen in China und erweitern den Anwendungsbereich des Sino-Foreign Equity Joint-Venture-Law, des Cooperative-Joint-Venture-Law, das Wholly Foreign-owned Enterprise Law und das (nationale) Company Law.

Ihre Rechte in bezug auf ihren Geschäftsgegenstand werden durch die Bestimmungen näher festgelegt. Eine „foreign invested commercial enterprise“ (FICE) liegt in bezug auf folgende Unternehmensaktivitäten vor, Art. 3:



Voraussetzung für die Zulassung ist in jedem Fall die Errichtung einer der Katalogunternehmen des Auslandsinvestitionsrechts. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen den „Investitionsformen“ „Einzelhandel“ und „Großhandel“, denn die Aussenhandels- und Vertriebsrechte sind in bezug auf beide Einrichtungen unter-schiedlich ausgeprägt.

Ein Einzelhandelsunternehmen darf auf eigene Rechnung importieren und in eigenen Läden, nicht jedoch ohne ausdrückliche Genehmigung an Dritte vertreiben, was Folgen auf die Gesellschaftsform, die Eigenkapitalerfordernisse und die Investitionssummen hat.

Art. 9 FICE stellt klar, dass sich der Umfang der beabsichtigten Handels-, Vertriebs- und Dienstleistungstätigkeiten aus der genehmigten Satzung bzw. Genehmigung (Buisiness Licence) ergibt, die aus Gründen der chinaeigenen Formenstrenge so bestimmt und umfassen wie möglich sein muß.

Handelsunternehmen dürfen danach auch Dritte über Franchise-Verträge binden.

Formen wirtschaftlicher Betätigung

Der chinesische Gesetzgeber hat in einer Vielzahl von Gesetzen die Möglichkeiten für ausländische Investoren in China tätig zu werden, geregelt. Eine Liberalisierung auf einem Markt, der keine Gewerbefreiheit kennt, ist hierbei nicht zu verkennen.

Folgende grundsätzliche Betätigungsformen sind anerkannt, wenn auch im Einzelfall nicht immer praktikabel:

Errichtung einer Unternehmung im Bereich Werbung

Maßgebend sind die „Administration of Foreign invested Advertising Enterprises Provisions“ vom 02.03.2004 der “State Administration for Industry and Commerce und dem Ministry of Commerce”.

Holding Gesellschaften

Die Errichtung von Holding-Gesellschaften durch ausländische Unternehmen ist in China erst seit der ersten gesetzlichen Regelung über die „Establishment of Companies of an Investment Nature by Foreign Investors Tentative Provisions“ vom 04. April 1995 zulässig. Für die im Zuge der Kapitalisierung staatlicher Unternehmen und Konglomerate entstehenden chinesischen Unternehmen in staatlichem Anteilsbesitz galten stets andere Bestimmungen. Das äußerst restriktive Regelwerk über die Errichtung und die Handlungsmöglichkeiten und die hohen Einstiegsbedingungen wie das gesetzliche Mindestkapital von 30 Mio US$ trugen in der Vergangenheit nicht dazu bei, dass Holdinggesellschaften zu einem wirklichen Wirtschaftsfaktor wurden. Als Investmentgesellschaften durften Holdinggesellschaften selbst nicht tätig werden. Es galt eine Beschränkung auf unmittelbare verbundene Unternehmen bzw. deren Steuerung. Zur Förderung vor allem größerer Investitionen durch ausländische Investoren wurden die gesetzlichen Bestimmungen über die Ausgestaltung von Holding-Gesellschaften immer wieder geändert und liberalisiert:

Mit der jüngsten Novelle wurden die Schwellenwerte für die Errichtung einer Holding-Gesellschaft geändert in bezug an die sachlichen und „personellen“ Voraussetzungen des Investors gesenkt. Zugleich wurden mit Rücksicht auf das geänderte Foreign Trade Law auch der Distributionssektor weiter geöffnet sowie die Anforderungen an die Qualifikation als „Regionales Headquarter“ verringert. Zugleich wurden die Ausweitung der Geschäftstätigkeit und der funktionalen Tätigkeiten liberalisiert. Allerdings bleiben die Mindestkapitalbestimmungen von 30 Mio. US$ auch weiterhin bestehen.

Die Bestimmung, wonach ein ausländischer Investor entweder

- über ein Gesamtanlagevermögen von mindestens 400 Mio. US$ im Jahr vor der Antragstellung, zumindest ein bestehendes Unternehmen mit einem Mindestkapital von 10 Mio. US$ und zumindest 3 Investmentprojekte oder

- zumindest 10 Foreign Invested Enterprises mit einem kommulierten Kapital von 30 Mio. US$ vorweisen mußte

wurde in bezug auf die Mindestinvestitionsprojekte vereinfacht, im übrigen aber beibehalten. Die hohe Einstiegssumme von 30 Mio. US$ erweist sich danach auch weiterhin für den Mittelstand als ein Gestaltungshindernis, was sich vor allem im Bereich der Dienstleistung und Unternehmenssteuerung auswirken wird. Chinesische Unternehmen sind durch diese restriktiven Bestimmungen privilegiert. Allerdings können Holding-Gesellschaften auch als Joint Venture errichtet werden. Das Joint Venture kann als nationales Gemeinschaftsunternehmen zweier Gesellschafter oder mittelbar durch eine von beiden Partnern im Ausland errichteten Gesellschaft betrieben werden. Wird diese Form der Errichtung gewählt, entfällt das Erfordernis der Beibringung eines „Feasibility Study Reports“. Gefordert wird insoweit nunmehr nur ein Antrag nebst einem „Application Report“. Das bisherige Erfordernis, einen Project Proposal vorzulegen und genehmigen zu lassen, ist generell entfallen.

Bereits durch die Novelle vom 13.02.2004 wurden Holding-Gesellschaften in bezug auf den Bezug und den Vertrieb von Produkten der Muttergesellschaft im Ausland privilegiert, die seither auf dem chinesischen Markt vertrieben werden können. Die Frage, unter welchen Bedingungen eine Holding-Gesellschaft als Regional Headquarter Vertriebs- und Handelsrechte erhalten konnte oder aber eine Erweiterung ihrer Geschäftslizenz beantragen mußten, war lange nicht geregelt. Durch die Novelle vom 17.11.2004 ist nunmehr klargestellt, dass bestehende Holding-Gesellschaften, die sich zukünftig auf den Gebieten

- Kommissions- oder Handelsvertreter („commission agency“)

- Großhandel

- Einzelhandel

- Franchise

betätigen wollen, den Bestimmungen über die „Administration of Foreign Investment in the Commercial Sector Procedures“ unterliegen und ihre bestehende Geschäftslizenz nach Maßgabe dieser Bestimmungen erweitern oder anpassen müssen, wenn das unbeschränkte Aussenhandels- und Vertriebsrecht nicht bereits in der Vergangenheit bewilligt wurde. Das reine Importrecht erstreckt sich nicht automatisch auf das Recht, die bezogenen Waren und Dienstleistungen auch national frei vertreiben zu dürfen. Einen Automatismus von Aussenhandels- und Vertriebsrecht allein aus Gründen des neuen Rechts gibt es danach auch nicht für Holding-Gesellschaften. Bestimmend für das, was gesetzlich zulässig und damit nicht nichtig ist, ist und bleibt der Geschäftsgegenstand der „Business Licence“.

Um in den Genuß des unbeschränkten Vertriebsrechts oder des Rechts auf Teilnahme am Vertrieb über Handelsvertreter, Groß- oder Einzelhandel bzw. Franchise zu gelangen, können danach bestehende Produktions- oder Holding-Unternehmen den Antrag auf Erweiterung ihrer Geschäftslizenz beim lokalen Büro des Ministry of Commerce stellen, eine neue Tochtergesellschaft mit entsprechendem Geschäftsgegenstand neu gründen, sich an einer berechtigten nationalen Unternehmung beteiligen oder diese übernehmen. Die Registrierung erfolgt nach Genehmigung bei der örtlichen „Administration for Industry and Commerce – AIC“.

Ohne weiteres und Erweiterung der Geschäftslizenz dürfen indes Holding-Gesellschaften in bezug auf die importierten Waren aus dem Ausland auf dem Binnenmarkt einen „After-Sales-Service“ anbieten.

Im Bereich des Imports oder Exports von Waren, Dienstleistungen oder Technologie tätige Holding-Gesellschaften müssen weiterhin die „Registration for the Record of Foreign Trade Operator“ beachten. Auch danach müssen bei Importgeschäften die Geschäftslizenz sowie der Geschäftsgegenstand beachtet und gegebenenfalls auf Antrag erweitert bzw. „registriert“ werden.

Regionale Hauptquartiere

Durch die Änderung der Holding-Vorschriften vom 13. Februar 2004 erhielten multinationale Unternehmen, die regionale Hauptquartiere in China unterhielten, zusätzliche Privilegien für ihren Betrieb. Voraussetzung für den Betrieb eines regionalen Hauptquartiers war die Einhaltung der Mindestkapitalvorschrift für Holding-Companies (30 Mio. US-Dollar), die Errichtung von zumindest 2 Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, von denen einer in der Form der juristischen Personen betrieben werden musste nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen bei einem registrierten Gesamtkapital von 100 Mio. US-Dollar, von denen mindestens 50 Mio. eingezahlt werden mussten. Zugleich musste der Antragsteller Investitionen in Beteiligungen von mehr als 3 Mrd. RMB aufweisen und im Jahr vor Beantragung mindestens 100 Mio. RMB Gewinn ausgewiesen haben. Die Bestimmungen zum Unterhalt von mindestens 2 Forschungs- und Entwicklungseinheiten wurden liberalisiert.

Nach den Novellierungen vom 17. November 2004 ist nur noch eine R&B-Einheit erforderlich. Diese muss nicht juristische Person sein.

Kooperative Einheiten reichen aus. Holding-Gesellschaften in der Form eines regionalen Hauptquartiers dürfen seit dem 17. November 2004 nunmehr nicht nur eigene Produkte aus dem Ausland importieren und in China vertreiben, sondern darüber hinaus auch Produkte solcher Unternehmen, an denen eine wesentliche Beteiligung besteht. Sie dürfen zugleich nationale Unternehmen erwerben oder beauftragen, eigene Produkte herzustellen, um sie dann über die Holding-Gesellschaft auf dem nationalen Markt abzusetzen. Generell ist es registrierten Holding-Gesellschaften nach ihrem Geschäftsgegenstand erlaubt nicht nur Import- und Vertriebsgeschäfte, sondern auch Servicedienstleistungen zu erbringen oder aber Finanzdienstleistungen für die beteiligten Unternehmen. Besonders liberal gelten die Sonderbestimmungen in Shanghai, die einen relativ einfachen Zugang zur Errichtung regionaler Hauptquartiere ermöglichen. In Peking wird dagegen auf die strengeren nationalen Vorschriften Bezug genommen.

Nach überwiegender Einschätzung hat sich der gesetzliche Rahmen für die Errichtung von Holding-Gesellschaften für multinationale Unternehmen in China zur Organisation, Betreuung und Steuerung ihrer nationalen Investitionen bewährt. Die Vorschriften korrespondieren zukünftig mit den Bestimmungen über die Errichtung von Gesellschaften, die reinen Investmentcharakter haben. Insoweit gelten Sonderbestimmungen und es ist zu erwarten, dass mit Rücksicht auf die dort geringeren Kapitalanforderungen für das gesetzliche Mindestkapital weitere Digasivizierungen auf dem Markt zeigen werden. Die Errichtung von Holding-Gesellschaften oder regionalen Hauptquartieren wird daher nach wie vor multinationalen Unternehmen vorbehalten bleiben, die eine Vielzahl von unternehmerischen Interessen in China bündeln wollen. Für die Handelstätigkeit wird sich eine Holding-Gesellschaft als solches sicherlich nicht empfehlen. Hier ist die Gründung einer Neuunternehmung mit dem eigentlichen Geschäftsweg Vertrieb-Handel und Logistik oder Servicedienstleistungen empfehlenswert. Steuerlich vorteilhaft ist die Holding-Gesellschaft mit Rücksicht auf die Steuerfreiheit der Ausschüttungen von Dividenden. Darüber hinaus gelten in Tochtergesellschaften reinvestierte Gewinne zur Erhöhung des gesetzlichen Kapitals aber auch Dividenden Auszahlungen zur Reinvestition in neue Produktseinheit mit ausländischer Beteiligungen als steuerbegünstigt, in dem auf Antrag eine Steuerbefreiung auf bis zu 5 Jahre in Bezug auf die neuen Einheiten beantragt und gewährt werden kann. Der spezifische Steuerbegünstigungssatz hängt von der Natur der Unternehmung bzw. eines neuen Investments ab. Generell gilt, dass eine 100%ige Steuerbefreiung auf 5 Jahre da Reinvestitionen möglich ist, die die Produktion von rein für die Export bestimmten Produkten betreffen. Im High-Techbereich gilt das ebenfalls. Im Übrigen werden Steuerbefreiungen von 40 % als Durchschnittssatz festgelegt. Die wesentlichen Vorteile einer Holding-Company sind danach:

Zugelassene Holding-Gesellschaften dürfen in China in jedem Bereich investieren und tätig sein, die ausländischen Investitionen nach Maßgabe des jeweiligen geltenden Guidance-Katalog offen stehen. Holding-Gesellschaften dürfen vor allem Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in China unterhalten und deren Ergebnisse (relativ unbeschränkt retransferrieren). Service und sonstige Dienstleistungen technischer Art im Zusammenhang mit der Forschung und Entwicklung können generell erbracht werden. Als selbstständige Nebenleistung dürfen Holding-Gesellschaften allgemeine Beratungsdienstleistungen in Gestalt von Marketing-Informationen, Investmentpolitik oder aber auch Servicedienstleistungen gegenüber Tochtergesellschaften in China erbringen.

Holding-Gesellschaften dürfen generell Finanzdienstleistungen gegenüber Tochtergesellschaften erbringen, sie dürfen weiterhin im Bereich der Förderung und Initiative zur Errichtung von neuen Gesellschaften tätig werden und Anteile an nicht gelisteten Gesellschaften halten. Schließlich dürfen sie sich Gesellschafter an nicht gelisteten Gesellschaften und Off-Shore-Promoter betätigen bzw. beteiligen.

Als Handelsvertreter nationale Produkte exportieren, Vertriebsdienstleistungen in diesem Zusammenhang erbringen oder aber den Export nationaler Produkte über eine so genannten Export-Procurement-Organisationen unter Inanspruchnahme von Steuervorteilen realisieren.

Weiterhin zulässige Leistungen sind:

Am 17. November 2004 hat das Ministry of Commerce die geänderten Bestimmungen zur Errichtungen von Gesellschaften von Investmentgesellschaften durch ausländische Investoren in der zweiten und revidierten Fassung erlassen. Durch die Bestimmungen werden ausländische Unternehmen ermutigt, gezielt in den chinesischen Markt durch Beteiligungen, Übernahme oder aber kooperative Zusammenarbeit zu investieren. Es ist dabei gleichgültig, ob die jedenfalls in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft erfolgende Investition durch eine 100%ige Tochtergesellschaft oder aber ein Joint-Ventures erfolgt (Art. 2). Grundvoraussetzung für die Genehmigung der Errichtung einer Investmentgesellschaft ist die Kreditwürdigkeit, wirtschaftliche Stärke und der gute Ruf des Unternehmen, welches im Jahr vor Beantragung ein Anlagevermögen von mindestens 400 Mio. US-Dollar vorweisen muss, in China eine Tochtergesellschaft mit einem registrierten Kapital von mindestens 10 Mio. US-Dollar errichtet haben muss, bereits 10 ausländische Unternehmen oder mehr sowie einem gesamt registrierten Kapital von mehr als 30 Mio. US-Dollar.

Soll die Investmentgesellschaft als Joint-Ventures mit einem chinesischen Partner errichtet werden, muss der chinesische Partner die Kreditwürdigkeit, die finanzielle Stärke und Voraussetzungen nachweisen. In diesem Fall muss das Anlagevermögens des chinesischen Partners mindestens 100 Mio. RMB im Jahr vor Beantragung betragen haben.

Das gesetzliche Mindestkapital einer reinen Investmentgesellschaft muss 30 Mio. US-Dollar übersteigen, vgl. Art. 3 Abs. 3. Artikel 3 bestimmt weiterhin, dass es sich bei dem ausländischen Unternehmen um ein Unternehmen, nicht um eine Privatperson handeln darf. Antragsvoraussetzung ist der Nachweis gegenüber der Genehmigungsbehörde, dass der Antragsteller das zu registrierende Mindestkapital auch garantiert bezahlen kann, sowie das zum Betrieb der Gesellschaft erforderliche Know How bzw. die Technologie ihm auch selbst gehört. Erfolgt der Antrag durch eine Tochtergesellschaft eines ausländischen Investors hat die Muttergesellschaft die maßgeblichen Erklärungen für ihre Tochter abzugeben. Zuständig für die Prüfung ist nach Art. 6 des Ministry of Commerce. Dieses entscheidet nachdem die zuständigen Abteilungen auf lokaler und regionaler bzw. Stadtebene in Übereinstimmung mit den lokalen Vorschriften und Entwicklungsplänen das Vorhaben geprüft und für positiv befunden haben. Vgl Art. 6.

Handelt es sich bei der zu errichtenden Gesellschaft um ein Aquity-Joint-Ventures muss der Antrag, der Vertrag und der Gesellschaftsvertrag (Articles of Association) von allen Beteiligten unterzeichnet sein. Im Falle einer 100%igen Tochtergesellschaft müssen der Antrag, der Feasibility-Study Report sowie der Gesellschaftsvertrag von allen beteiligten Gesellschaftern unterzeichnet werden. Beizureichen sind Dokumente über den Nachweis der Kreditwürdigkeit. Dies geschieht in aller Regel durch Bankbestätigungen und Kreditausweise bzw. Bilanzen. Einzureichen sind weiterhin Handelregisterauszüge in beglaubigter und übersetzter Form sowie die Nachweise über die Existenz des Unternehmens im Ausland bzw. die Handlungsvollmacht der Organe und Geschäftsführer. Zugleich ist ein Capital Verification Report einer in China zugelassenen Public Accountant (Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), das Genehmigungszertifikat und die Geschäftslizenz einzureichen. Die Bilanzen der letzten 3 Jahren vor Antragstellung sind in der von einem externen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer geprüften Form einzureichen. Das Ministerium für Handel kann weitere Nachweise und Unterlagen anfordern. Die angeforderten Unterlagen sind im Original zu überreichen, es sei denn, dass ausdrücklich Kopien gebilligt werden. Erfolgt die Beantragung durch einen externen Berater, so hat sich dieser durch eine ordnungsgemäße Vollmacht im Original auszuweisen. Vgl. § 6.

Das Kapital hat aus dem Ausland lastenfrei aus legalen Quellen überwiesen zu werden oder aber aus nationalen Gewinnen, die reinvestiert werden, vgl. Art. 7. Die Einzahlung des Kapitals hat binnen 2 Jahren zu erfolgen. Artikel 9 beschränkt die Möglichkeit der Finanzierung und Kreditvergabe durch Investmentgesellschaften.

Die Bestimmung dient dem Kapitalerhalt und legt fest, dass die Investmentgesellschaft in der Höhe der Kreditaufnahme für etwaige Investitionen auf das Vielfache des registrierten Kapitals gleich max. 120 Mio. US-Dollar limitiert ist. Beträgt das registrierte Kapital 100 Mio. US-Dollar, dürfen Investitionskredite die Höhe von 600 Mio. nicht übersteigen. Die Investitionen dürfen nach § 10 nur vom Staat zugelassene Bereiche erfolgen. In Abhängigkeit von einer einvernehmlichen Entscheidung des Board of Directors dürfen Investmentgesellschaften folgende Servicedienstleistungen darüber hinaus erbringen (Art. 10 Abs. 2 I-IV)

Zugleich dürfen Investmentgesellschaften, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in China errichten, die im Hochtechnologiebereich angesiedelt sind. Die Erbringung von Service- und Beratungsdienstleistungen, Bereitstellung von Marktforschungsinformationen etc. gehören ebenso zu den zulässigen Tätigkeiten.

Mindestkapitalvorschriften

Infolge der Liberalisierung des Handels und der Öffnung des Handels auch für natürliche Personen, wurden bestimmt, dass das ebenfalls novellierte Unternehmensgesetz („Company Law“) mit seinen Bestimmungen auch für ausländische Unternehmen Anwendung findet.

Das Unternehmensgesetz legt die gesetzlichen Mindestkapitalvoraussetzungen für die Gründung eines Unternehmens nach neuem Recht fest. Insoweit verweisen die Bestimmungen der „Administration of Foreign Investment in the Commercial Sector Procedures“ auf das Gesetz sowie die übrigen Gesetze über Unternehmensgründung mit ausländischer Kapitalbeteiligung, wie das Joint Venture-Gesetz, das Gesetz über 100%tige Tochtergesellschaften und das Gesetz über kooperative Gemeinschaftsunternehmen/projekte.

Es gelten die allgemeinen Bestimmungen, wo nach dem Companie-Law ein registriertes Mindestkapital

Da die übrigen Bestimmungen über die Kapitalbeibringung nach den Gesetzen über ausländische Investitionen ebenfalls zu beachten sind, müssen die gesetzlichen Kapitalquoten nach Maßgabe der beabsichtigten Investition beachtet und beigebracht werden.

Diese sehen folgende Quoten vor:

Persönliche Voraussetzungen (Art. 6 FICE)

Die persönlichen Zugangsvoraussetzungen stellen auf den guten Ruf, die Stellung und Bedeutung am Markt und einwandfreies Verhalten des Gründers ab.

Sachliche Voraussetzungen



Das gesetzliche Mindestkapital nach Auslandsinvestitionsgesetzgebung, prozentuale Quotierung anhand Gesamtinvestitionssumme, Laufzeit 30 Jahre, West-China 40 Jahre.

Die Bauvorschriften und Bedingungen der Stadtplanung sind einzuhalten.

Einzelhändler unterliegen bei der Errichtung eines Unternehmens strenger Kontrolle und Inspektionen.

Einzelhandel, Import, Export auf eigene Rechnung, Warenveredelung für Re-Export und verwandte Dienstleistungen aber kein Großhandel.

Vereinfachtes Genehmigungsverfahren



Nach Art. 10 I Nr. 1 FICE wird das Genehmigungsverfahren je nach Geschäftsfeld umfassend vereinfacht und beschleunigt.

So können Einzelhandelsunternehmen alle erforderlichen Unterlagen und Dokumente mit dem Antrag auf Genehmigung und Erteilung einer Business Licence bei der örtlichen Niederlassung des MOFCOM eingereicht werden, welches die Unterlagen binnen 4 Wochen prüfen und sodann an das MOFCOM weiterzuleiten hat, das seinerseits binnen 3 Monaten eine begründete Entscheidung über den Antrag zu treffen hat. Das bislang gängige Genehmigungsverfahren wurde durch eine Art Meldesystem ersetzt, das die Basis für die administrative Aufsicht bilden wird.

Die Registrierung erfordert nur eine Vorlage der entsprechenden Dokumente und gilt damit nicht mehr als eine administrative Überprüfung und Genehmigung. Damit bestehen keine unnötigen Hindernisse mehr für den Erwerb von Geschäftsrechten durch im Aussenhandel und Vertrieb tätige Unternehmen. Die Registrierung bildet zudem nur eine gewisse Informationsgrundlage für die Kontrolle und Verwaltung der entsprechenden Betriebe durch die Regierung", so Wang.

Soll die Geschäftstätigkeit auf Provinzebene erweitert werden, bleibt die regionale/lokale Abteilung des MOFCOM für den Gesamtantrag zuständig, welches lediglich an die Zentrale berichtet (Art. 10 III FICE). Allerdings bestehen hier räumliche Beschränkungen, wonach die Fläche pro Ladengeschäft nicht 3.000 qm übersteigen und die Anzahl 3 in der Provinz bzw. 30 vergleichbare Einrichtungen in China nicht übersteigen darf. Bei Ladenflächen von max. 300 qm darf die Anzahl von Läden 30 nicht überschreiten und die ähnlicher Geschäfte innerhalb Chinas nicht 300.

Die Registrierung des Unternehmens erfolgt sodann bei der örtlichen Administration of Industry and Commerce (AIC).

Die weiteren Ausführungen dieses

Beitrags können bei uns per eMail angefordert werden.

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